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Acetazolamide

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Acetazolamid ist ein Arzneimittel, das den Flüssigkeitshaushalt und bestimmte Körperfunktionen beeinflusst. Es wird bei bestimmten Erkrankungen eingesetzt, zum Beispiel zur Behandlung von Wassereinlagerungen im Rahmen spezieller Diagnosen oder zur Vorbeugung bei Höhenaufenthalten. Es kann Nebenwirkungen wie Kribbeln in Händen oder Füßen, Müdigkeit, Übelkeit oder häufigeren Harndrang verursachen. Bitte nehmen Sie das Arzneimittel genau nach ärztlicher/packungsbezogener Anleitung ein und beachten Sie die Hinweise zu Wechselwirkungen und Kontrollen.
Acetazolamid – Patienteninformation (Österreich)

Acetazolamid: Anwendung, Wirkung und wichtige Hinweise für Patientinnen und Patienten

Acetazolamid ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der Carboanhydrase-Hemmer. Es wird in verschiedenen Situationen eingesetzt – unter anderem zur Vorbeugung von Höhenkrankheit und bei bestimmten Erkrankungen, bei denen es die Bildung von Körperflüssigkeiten beeinflusst. Diese Patienteninformation hilft Ihnen, den Nutzen, die Wirkungsweise und die wichtigsten Sicherheitsaspekte im Alltag besser zu verstehen.

Hinweis: Diese Beschreibung ersetzt nicht die individuelle ärztliche Beurteilung. Wenn Sie Fragen zu Ihrer konkreten Anwendung haben, wenden Sie sich an Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

1) Grundlegende Produktinformationen

  • Wirkstoff: Acetazolamid
  • Arzneimittelgruppe: Carboanhydrase-Hemmer
  • Darreichungsformen (je nach Produkt): Tabletten (häufig)
  • Erhältlichkeit: In Österreich je nach Präparat/Packungsgröße verfügbar (siehe Abschnitt „Lieferung und Verfügbarkeit“)

Acetazolamid kann in unterschiedlichen Dosierungen und Darreichungsformen angeboten werden. Achten Sie stets darauf, das Produkt zu verwenden, das zu Ihrer vorgesehenen Anwendung passt.

2) Wirkmechanismus (wie Acetazolamid wirkt)

Acetazolamid hemmt das Enzym Carboanhydrase, das in verschiedenen Geweben beteiligt ist – besonders relevant sind dabei Prozesse in der Niere. Dadurch wird die Wiederaufnahme von Bicarbonat (und damit verbundener Ionen) verändert. Das führt zu:

  • Harnansäuerung und vermehrter Ausscheidung von Bicarbonat
  • Diuretischem Effekt (es kann vermehrt Flüssigkeit/Elektrolyte ausgeschieden werden)
  • Reduktion bestimmter Flüssigkeitsansammlungen (z. B. bei bestimmten ophthalmologischen Fragestellungen)
  • Einfluss auf die Atmung: Durch die Veränderung des Säure-Basen-Haushalts wird die Atmung häufig „angeregt“, was bei Höhenbedingungen die Anpassung erleichtern kann

Zusammengefasst unterstützt Acetazolamid den Körper dabei, sich an veränderte Bedingungen (wie in der Höhe) anzupassen oder beeinflusst gezielt Prozesse, in denen die Carboanhydrase eine Rolle spielt.

3) Pharmakokinetik: Aufnahme, Verteilung, Abbau und Ausscheidung

Wie schnell und wie lange Acetazolamid im Körper wirkt, hängt u. a. von Ihrer Nierenfunktion und der jeweiligen Dosis ab. Grundsätzlich gilt:

  • Aufnahme: Die Tabletten werden nach Einnahme in der Regel resorbiert.
  • Verteilung: Acetazolamid verteilt sich im Körpergewebe; es kann auch in Flüssigkeitskompartimente gelangen.
  • Wirkdauer: Die Wirkung ist zeitlich begrenzt und hängt vom Dosierungsschema ab.
  • Ausscheidung: Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über die Nieren (daher ist die Nierenfunktion besonders wichtig).
  • Abbau: Metabolismus und Wirkstoffverteilung können je nach individueller Situation variieren.

Praktische Konsequenz: Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann es zu einer verstärkten Wirkung bzw. längeren Verweildauer kommen. Dann sind Dosisanpassungen oder engere Kontrollen erforderlich.

4) Typische Anwendungsgebiete und Indikationen

Acetazolamid wird – je nach nationaler Zulassung und ärztlicher Zielsetzung – in mehreren Bereichen eingesetzt. Häufige Einsatzgebiete sind:

4.1 Vorbeugung der Höhenkrankheit (Höhenanpassung)

Bei Reisen in große Höhen kann Acetazolamid helfen, die Anpassung an den geringeren Sauerstoffgehalt zu erleichtern. Es wird typischerweise zur Vorbeugung von Beschwerden der Höhenkrankheit eingesetzt, vor allem bei Personen mit erhöhtem Risiko oder bei schneller Höhenzunahme.

4.2 Bestimmte ophthalmologische Fragestellungen (z. B. erhöhter Augeninnendruck)

In der Augenheilkunde kann Acetazolamid (je nach Situation) zur Senkung eines erhöhten Augeninnendrucks verwendet werden oder unterstützend bei Therapien, wenn schnelle Wirkungen benötigt werden.

4.3 Weitere Indikationen

Acetazolamid kann außerdem in anderen medizinischen Kontexten eingesetzt werden, in denen die Carboanhydrase-Hemmung oder die beeinflusste Elektrolyt- und Flüssigkeitsbilanz therapeutisch sinnvoll ist. Ihre Ärztin/Ihr Arzt entscheidet individuell, ob und warum Acetazolamid geeignet ist.

5) Dosis und Einnahmeschema: typische Richtwerte

Die exakte Dosis hängt von der Indikation, dem Alter, der Nierenfunktion und weiteren Faktoren ab. Daher sind die folgenden Angaben als allgemeine Orientierung zu verstehen. Bitte folgen Sie dem von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt bzw. der Packungsbeilage vorgegebenen Plan.

5.1 Höhenkrankheit – typisches Timing

Für die Vorbeugung der Höhenkrankheit wird Acetazolamid häufig in einem Schema verwendet, das vor der Höhenexposition beginnt und während der relevanten Phase in geeigneter Weise fortgesetzt wird.

  • Start: häufig 1 Tag vor der Ankunft in der Höhe
  • Dauer: häufig während der ersten Tage in der Höhe bzw. so lange, wie die Höhenexposition besteht (genauer Zeitraum nach Reiseroute)
  • Höhenanstieg: bei schneller Höhenzunahme kann eine frühere bzw. konsequentere Einnahme besonders wichtig sein

5.2 Ophthalmologische bzw. andere medizinische Anwendungen

In diesen Fällen werden Dosis und Einnahmehäufigkeit üblicherweise individuell festgelegt. Häufig werden Tabletten über mehrere Einzeldosen am Tag verteilt, um gleichmäßigere Wirkspiegel zu erzielen.

Indikation (Beispiele) Typisches Ziel Häufiges Einnahmeschema (allgemein) Wichtig zu beachten
Höhenkrankheit (Vorbeugung) Anpassung an Höhe erleichtern Start oft ca. 24 Stunden vorher; Fortführung während der frühen Höhenphase Bei langsamer Akklimatisation kann das individuelle Schema variieren
Erhöhter Augeninnendruck (unter Umständen) Druck senken Individuell; häufig mehrmals täglich Kontrolluntersuchungen und Augenparameter beachten
Weitere Einsatzgebiete Gezielte Beeinflussung von Elektrolyt-/Flüssigkeitsprozessen Individuell nach medizinischem Kontext Nierenfunktion besonders relevant

Wichtig: Acetazolamid kann Nebenwirkungen wie Elektrolytverschiebungen verursachen. Deshalb sollte das Schema nicht eigenständig geändert werden. Bei Vergessenen Einnahmen: Nehmen Sie nicht „doppelt“ ein, sondern orientieren Sie sich an Ihrer Packungsbeilage oder fragen Sie in der Apotheke nach.

6) Wann und wie einnehmen? (Timing im Alltag)

Acetazolamid wird in der Regel regelmäßig eingenommen, damit die Wirkung über den Tag gleichmäßiger abläuft. Viele Patientinnen und Patienten empfinden es als hilfreich, die Einnahmezeit an ein tägliches Routineprogramm zu koppeln.

6.1 Einnahme mit oder ohne Nahrung

  • Mit Nahrung kann die Einnahme für manche besser verträglich sein.
  • Ohne Nahrung ist häufig ebenfalls möglich – prüfen Sie die Angaben in Ihrer Packungsbeilage.

6.2 Beispiel für eine praktische Tagesstruktur (allgemein)

  • Wenn mehrmals täglich erforderlich: Einnahme z. B. morgens und am frühen Nachmittag, um nächtliche Toilettengänge zu reduzieren.
  • Bei Diurese: tagsüber eher einplanen, abends vorsichtig mit dem Einnahmezeitpunkt.

Vergessen? Wenn Sie eine Dosis kurzzeitig verpasst haben, holen Sie sie (je nach Abstand zur nächsten Dosis) oft zeitnah nach. Wenn die nächste Einnahme ohnehin bald ansteht, lassen Sie die vergessene Dosis meist aus. Die genaue Handhabung entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage.

7) Wechselwirkung mit Lebensmitteln: Food-Interaktionen

Während Acetazolamid im Vergleich zu manchen anderen Arzneien nicht „sehr kompliziert“ ist, gibt es dennoch relevante Punkte im Alltag.

  • Kalium- und Salzstatus: Da Acetazolamid Elektrolyte beeinflussen kann, ist eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Elektrolyten wichtig.
  • Kohlensäure-/Bicarbonat-reiche Ernährung: In der Regel ist eine normale Ernährung unproblematisch, doch bei besonderen Diäten oder Erkrankungen (z. B. gestörtes Säure-Basen-Gleichgewicht) sollte man Rücksprache halten.
  • Hydrierung: Eine angemessene Flüssigkeitszufuhr kann helfen, Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Urinbildung zu reduzieren (sofern bei Ihnen keine Flüssigkeitsrestriktion gilt).

Praktischer Tipp: Vermeiden Sie extreme Diätwechsel während der Therapie. Falls Sie vegetarisch/vegan leben oder eine spezielle Diät (z. B. natriumarme Kost) verfolgen, besprechen Sie dies am besten vor Therapiebeginn.

8) Alkohol- und Arzneimittelinteraktionen

8.1 Alkohol

Alkohol kann verschiedene Nebenwirkungen (z. B. Schwindel, Müdigkeit, Übelkeit) verstärken und die allgemeine Verträglichkeit verschlechtern. Bei Acetazolamid kommt hinzu, dass der Körper stärker Elektrolyte und den Säure-Basen-Haushalt regulieren kann.

  • Empfehlung: Während der Therapie möglichst nur moderat oder besser ganz auf Alkohol verzichten.
  • Warnzeichen: Wenn Sie unter Schwindel, Benommenheit oder starker Müdigkeit leiden, verzichten Sie vollständig auf Alkohol und informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt.

8.2 Wichtige Arzneimittelinteraktionen

Acetazolamid kann in Kombination mit anderen Arzneimitteln zu verstärkten oder veränderten Effekten führen. Besonders wichtig sind:

  • Elektrolyt- und Diuretika: In Kombination mit weiteren die Nierenfunktion/Elektrolyte beeinflussenden Mitteln kann das Risiko für Elektrolytverschiebungen steigen.
  • Säure-Basen-beeinflussende Medikamente: Wechselwirkungen können die Säure-Basen-Regulation betreffen.
  • Bestimmte Antiepileptika oder Medikamente, die ebenfalls den Elektrolythaushalt beeinflussen: Hier sind ärztliche Kontrollen besonders wichtig.
  • Herzmittel (z. B. Digitalis) und Medikamente, die von Kaliumspiegeln abhängen: Niedrige Kaliumwerte können die Wirkung beeinflussen.

Wichtig: Teilen Sie Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke unbedingt mit, welche Medikamente (auch pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungen) Sie einnehmen.

9) Sicherheit und Sicherheitsprofil: Was Sie wissen sollten

Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei Acetazolamid Nebenwirkungen auftreten. Viele sind mild und vorübergehend, einige erfordern jedoch rasches Handeln.

9.1 Häufige bzw. bekannte Nebenwirkungen

  • Kribbeln, Taubheitsgefühl (z. B. in Fingern/Händen oder im Gesicht)
  • Geschmacksveränderungen (manchmal „metallischer“ Geschmack)
  • Häufiges Wasserlassen (diuretischer Effekt)
  • Übelkeit, Unwohlsein, manchmal Magenbeschwerden
  • Schwindel, Müdigkeit
  • Elektrolytveränderungen (v. a. Kalium und Natrium können betroffen sein)

9.2 Seltener, aber ernst zu nehmende Warnzeichen

Suchen Sie bitte umgehend ärztliche Hilfe, wenn eines der folgenden Anzeichen auftritt:

  • Starke allergische Reaktionen (z. B. Ausschlag mit Schwellung von Gesicht/Lippen, Atemnot)
  • Starke oder anhaltende Verwirrtheit, ungewöhnliche Benommenheit
  • Schwere Schwäche, Muskelkrämpfe oder Herzrhythmusstörungen (mögliche Elektrolytstörung)
  • Anhaltendes Erbrechen oder starke Dehydratation
  • Anzeichen für Nierenprobleme (z. B. deutlich verminderte Harnmenge)
  • Schwere Durchfälle oder Blut im Stuhl (selten, aber abklärungsbedürftig)

9.3 Wer sollte besonders vorsichtig sein?

  • Nierenfunktionsstörungen: Dosis und Kontrollen müssen besonders angepasst werden.
  • Lebererkrankungen und schwere Stoffwechselstörungen: ärztliche Abklärung notwendig.
  • Bestimmte Erkrankungen mit Neigung zu Elektrolytverschiebungen (z. B. bei laufenden Diuretika): engmaschige Überwachung sinnvoll.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich (ärztliche Beratung).
  • Kinder und Jugendliche: Dosierung und Eignung sind individuell festzulegen.

Kontrollen: In manchen Fällen werden Laborwerte (z. B. Elektrolyte, Säure-Basen-Parameter, Nierenwerte) überwacht. Besonders bei längerer Anwendung oder höheren Dosen ist dies sinnvoll.

10) Praktische Anwendungstipps für den Alltag

  • Elektrolyte im Blick behalten: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr (sofern nicht ärztlich eingeschränkt).
  • Urin- und Toilettenmanagement: Da Acetazolamid zu vermehrtem Wasserlassen führen kann, planen Sie die Einnahmezeiten so, dass Sie nachts möglichst ungestört bleiben.
  • Schwindel ernst nehmen: Wenn Sie sich benommen fühlen, vermeiden Sie gefährliche Tätigkeiten (z. B. Arbeiten auf Leitern, Maschinenbedienung) bis Sie sich wieder sicher fühlen.
  • Symptome dokumentieren: Bei Höhenreisen notieren Sie bei Bedarf Beginn und Art der Beschwerden, damit man später leichter beurteilen kann, ob die Akklimatisation gut läuft.
  • Nicht abrupt absetzen (bei längerer Therapie): Bei längerem Einsatz sollten Sie das Absetzen mit Ihrer behandelnden Stelle besprechen.
  • Medikamente-Check: Halten Sie eine Liste Ihrer Medikamente bereit (inkl. Nahrungsergänzungsmittel) und zeigen Sie sie bei Rückfragen vor.

11) Alternative Optionen: Was gibt es sonst?

Je nach Indikation existieren unterschiedliche Alternativen. Wichtig: Die „beste“ Option hängt von Ihrem Gesundheitszustand, Ihrer Reise-/Lebenssituation und möglichen Wechselwirkungen ab.

11.1 Alternativen bei Höhenproblemen

  • Langsamere Akklimatisation: oft die wichtigste Maßnahme (mehrere Höhenstufen, Pausentage).
  • Alternative prophylaktische Strategien: In manchen Fällen werden andere Arzneimittel erwogen. Das erfordert eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung.
  • Symptomorientiertes Vorgehen: Bei beginnenden Beschwerden ist frühzeitiges Handeln (Abstieg, Ruhe, medizinische Abklärung) entscheidend.

11.2 Alternativen bei ophthalmologischen Fragestellungen

In der Augenheilkunde können je nach Situation andere Wirkstoffklassen eingesetzt werden. Häufige Beispiele sind Mittel, die den Augeninnendruck auf anderen Wegen beeinflussen. Welche Option passt, hängt von Diagnostik und Verlauf ab.

Tipp: Wenn Sie Acetazolamid nicht vertragen oder bestimmte Risiken haben, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über Alternativen und notwendige Kontrollen.

12) Markt- und Rechtskontext in Österreich

In Österreich unterliegt die Abgabe von Arzneimitteln gesetzlichen Vorgaben. Die genaue Einordnung von Acetazolamid (z. B. ob und wie es verfügbar ist, Anforderungen an Abgabewege, packungsbezogene Hinweise) kann je nach Produkt variieren.

  • Apothekenpflicht / Abgaberegeln: Je nach Präparat gelten unterschiedliche Anforderungen.
  • Qualität und Sicherheit: Erwerb und Lagerung sollen den Vorgaben entsprechen (Originalverpackung, zulässige Lagerbedingungen).
  • Pharmakovigilanz: Bei Nebenwirkungen ist eine Meldung über die zuständigen Stellen möglich; Ärztinnen/Ärzte und Apotheken unterstützen dabei.

Für aktuelle produktbezogene Informationen (z. B. Packungsgrößen, Verfügbarkeit, Fach- und Gebrauchsinformation) ist die jeweilige österreichische Packungsbeilage maßgeblich.

12.1 „Aktuelle“ Hinweise und Praxis: worauf man heute häufig achtet

In der medizinischen Praxis werden bei Carboanhydrase-Hemmern insbesondere folgende Punkte betont:

  • Elektrolyte und Säure-Basen-Parameter bei längerer Einnahme oder besonderen Risikoprofilen
  • Nierenfunktion als Schlüsselgröße
  • Aufklärung zu Symptomen (z. B. Kribbeln, Schwindel, Anzeichen von Elektrolytstörungen)
  • Reisebezogene Planung bei Höhenanwendungen (Akklimatisation, Hydrierung, frühzeitiges Erkennen von Warnzeichen)

Bitte berücksichtigen Sie, dass Empfehlungen je nach individueller Diagnose und Leitlinienlage variieren können. Ihre behandelnde Stelle kann Ihnen die aktuellste Vorgehensweise für Ihren Kontext nennen.

13) Lieferung und Verfügbarkeit in Österreich

Je nach Anbieter und Präparat kann Acetazolamid in Österreich online bestellbar sein oder über die zentrale Versorgung bereitgestellt werden. Verfügbarkeit kann sich saisonal oder packungsgrößenabhängig ändern.

  • Verfügbarkeit: Bitte prüfen Sie online die aktuelle Lieferfähigkeit für Ihre Packungsgröße.
  • Versand: Arzneimittel werden üblicherweise unter Einhaltung der Lager- und Versandbedingungen versendet.
  • Laufzeiten: variieren je nach Region und Bestellzeitpunkt.
  • Unterlagen: In der Regel erhalten Sie das Arzneimittel mit den erforderlichen Informationen und Beipacktexten.

Für genaue Angaben zu Lieferzeit, Versandkosten und möglicher Verfügbarkeit im Moment Ihrer Bestellung schauen Sie bitte auf die Produktseite.

14) Lagerung: So bleibt das Arzneimittel wirksam

Bewahren Sie Acetazolamid gemäß Packungsangaben auf. Typische Grundregeln:

  • Originalverpackung aufbewahren
  • Trocken und vor Licht geschützt lagern
  • Nicht in Reichweite von Kindern halten
  • Nicht über das Verfallsdatum hinaus verwenden

15) Häufige Fragen (FAQ)

Wie lange dauert es, bis Acetazolamid wirkt?

Die Wirkung setzt nach Einnahme typischerweise innerhalb kurzer Zeit ein. Die konkrete Dauer hängt von Dosierung und Ihrem Stoffwechsel sowie insbesondere von Ihrer Nierenfunktion ab. Bei Höhenanwendungen wird deshalb häufig mit einem vorgezogenen Einnahmebeginn gearbeitet.

Kann ich Acetazolamid bei Höhenreisen einfach „vorsorglich“ einnehmen?

Viele reisen mit dem Gedanken an eine Vorsorge. Ob Acetazolamid für Sie sinnvoll ist, hängt jedoch von Ihrem individuellen Risiko, Ihrer Akklimatisation, Vorerkrankungen und möglichen Wechselwirkungen ab. Besprechen Sie das Vorgehen insbesondere, wenn Sie Herz-, Nieren- oder Stoffwechselprobleme haben.

Welche Nebenwirkungen sind besonders häufig?

Häufig berichtet werden Kribbeln/Taubheitsgefühl, geschmackliche Veränderungen, Übelkeit sowie vermehrtes Wasserlassen. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollten Sie die Therapie nicht einfach „durchziehen“, sondern ärztlich oder in der Apotheke Rücksprache halten.

Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergessen habe?

Holen Sie die vergessene Einnahme meist nicht „auf gut Glück“ nach, wenn die nächste Dosis bald fällig ist. Orientieren Sie sich an Ihrer Packungsbeilage oder fragen Sie in der Apotheke nach, damit das Schema korrekt angepasst wird.

Darf ich während der Behandlung Sport treiben?

Leichte Bewegung ist häufig möglich. Achten Sie aber darauf, wie Sie sich fühlen. Bei Schwindel oder deutlicher Schwäche verzichten Sie vorübergehend auf intensives Training und lassen Sie die Ursache abklären.

Beeinflusst Acetazolamid das Autofahren oder die Maschinenbedienung?

Bei manchen Patientinnen und Patienten kann Schwindel oder Müdigkeit auftreten. Wenn Sie davon betroffen sind, vermeiden Sie Tätigkeiten, bei denen volle Aufmerksamkeit erforderlich ist.

Ist Acetazolamid in Schwangerschaft oder Stillzeit geeignet?

Hier ist eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich. Wenn Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen, sprechen Sie unbedingt vor der Anwendung mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.

Welche Kontrollen sind sinnvoll?

Besonders bei längerer Einnahme oder bei Risikoprofilen werden je nach Indikation Kontrollen der Nierenfunktion und Elektrolyte empfohlen. Ihre behandelnde Stelle legt fest, welche Laborwerte in Ihrem Fall relevant sind.

Kann ich Acetazolamid mit anderen Medikamenten gemeinsam nehmen?

Viele Kombinationen sind möglich, aber einige erfordern besondere Vorsicht (z. B. wegen Elektrolytveränderungen oder Stoffwechsel-/Säure-Basen-Effekten). Informieren Sie die behandelnde Stelle und die Apotheke über Ihre vollständige Medikation.

Zusammenfassung in Kürze

  • Wirkstoff: Acetazolamid (Carboanhydrase-Hemmer)
  • Wirkprinzip: verändert Elektrolyt- und Säure-Basen-Prozesse, beeinflusst Harnbildung und kann die Höhenanpassung erleichtern
  • Wichtigste Punkte: Nierenfunktion, mögliche Elektrolytverschiebungen, regelmäßige Einnahme nach Schema
  • Alltag: auf Hydrierung und Verträglichkeit achten; Schwindel/Benommenheit ernst nehmen
  • Warnzeichen: starke allergische Reaktionen, starke Schwäche, anhaltendes Erbrechen oder Zeichen von Nierenproblemen abklären lassen

Wenn Sie möchten, können Sie sich auf Ihrer Produktseite zusätzlich nach Packungsgrößen, konkreten Dosierungen und den zugehörigen Gebrauchsinformationen erkundigen.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

250mg

Packung: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill